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| ausbau und fassade 11/2001 | |||||
| Gipsputze für Betonuntergründe | |||||
| Rainer Jansen Baufeuchte und zu tiefe Temperaturen spielen eine entscheidende Rolle bei späteren Putzschäden. Das neue Merkblatt Gipsputze und gipshaltige Putze auf Beton sorgt für Aufklärung und Hilfe. |
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1 Eine perfekte Decke ist die Zierde eines Raums. Neben perfektem Design wird ein Höchstmaß an baubiologischen Vorteilen durch den Baustoff Gips vermittelt. |
Der Wunsch von Bauherren und Architekten nach immer kürzeren Bauzeiten und die Fortführung der Ausbauarbeiten auch bei äußerst ungünstigen Witterungsbedingungen und/oder -einflüssen fordern bei der Herstellung von Putzsystemen von den ausführenden Stuckateurbetrieben höchste Aufmerksamkeit bei der Ausführung und eine absolute Systemtreue zur Minimierung des Haftungsrisikos. Die Verschlankung von Bauteilen (Betondecken und Mauerwerk), die auch der besseren Ausnutzung von Grundstücksflächen zum Beispiel in Ballungszentren dient, fordert vom Stuckateur den zielgenauen Einsatz des Baustoffes Gips in Einklang mit seiner professionellen Verarbeitungsqualität.
Die Funktionstüchtigkeit eines Bauwerks hängt in ganz entscheidendem Maße
auch von der Qualität des Putzes ab. Reine Betonräume lassen ein
»Waschküchenklima« entstehen. Mit dem Aufbringen eines Gipsputzes oder eines
gipshaltigen Putzes wird ein besseres Raumklima erreicht. Beton hat
gegenüber Gipsputzen oder gipshaltigen Putzen eine 7-bis 20-mal höhere
dampfbremsende Wirkung. |
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Weitere Beschichtungen sollten so ausgewählt werden, dass sie die positiven Eigenschaften des Gipsputzes oder des gipshaltigen Putzes nicht mindern. Gipsputze verfügen wegen ihres offenporigen Aufbaus über eine hervorragende Fähigkeit, Wasserdampf aus der Raumluft aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Da es dabei nicht zu Kondensation von flüssigem Wasser kommt, sind Gipsputze trockene Baustoffe und damit höchst hygienisch. Da Gips ferner hautneutral ist, man denke nur an das Gipsbein oder den Gipsarm, und ferner wegen seines eingebauten Kristallwassers für Brandschutzanwendungen bestens bekannt ist, sind Gipsputze für die Bekleidung von Innenräumen hervorragend geeignet. Bei der fachgerechten Verarbeitung durch den Stuckateur sind die gültigen Normen, die einschlägigen Verarbeitungsrichtlinien sowie der allgemein anerkannte Stand der Technik zu beachten. Laut DIN 18 350, §3.1.1 gilt: Der Auftragnehmer hat bei seiner Prüfung (...des Putzgrundes) Bedenken insbesondere geltend zu machen bei ungeeigneter Beschaffenheit des Untergrunds, zum Beispiel grobe Verunreinigungen, Ausblühungen, zu glatte Flächen, ... gefrorene Flächen, ... zu hohe Baufeuchtigkeit. |
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Bei Bauteiltemperaturen unter +5 °C und Bauteilfeuchte größer 3 Gew.-% kann ein Gipsputz keinen ausreichend stabilen Haftverbund zu beispielsweise einer Betondecke eingehen. Wenn hier verputzt wird, sind Schäden, die selbst nach zwei bis drei Jahren auftreten können, unausweichlich. |
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2 Häufige Realität im Bauwesen: Ein völlig putzuntauglicher Rohbau muss verputzt werden, weil der Termindruck dies vorschreibt. Die Missachtung aller anerkannten Regeln der Technik führt so häufig zu Putzschäden. |
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