Zum dritten Mal wird am 6. September der Tag des Gipses begangen. Der Aktionstag rückt einen heimischen Rohstoff in den Mittelpunkt, der aus unserem Alltag und insbesondere aus dem modernen Bauen nicht wegzudenken ist. Ob im Wohnungsbau, bei Sanierungen oder im Neubau, im Brandschutz oder im Holzbau – Gips ist aufgrund seiner Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit unverzichtbar.
Aktuell gibt es keinen Baustoff, der die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Gips technisch, wirtschaftlich und ökologisch vollständig ersetzen kann. Gleichzeitig erfüllt Gips hohe Anforderungen an nachhaltiges Bauen: Er reguliert das Raumklima, ist nahezu emissionsfrei und kann als einziges natürliches mineralisches Material wieder in den Stoffkreislauf geführt werden. Aus Gips wird wieder Gips.
Mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung gewinnt die heimische Naturgipsgewinnung wieder an Bedeutung. Deutschland verfügt über ausreichende Naturgipsvorkommen, die unter strengen naturschutzrechtlichen Vorgaben erschlossen werden. Die Gipsindustrie begleitet den Abbau gemeinsam mit geologischen und biologischen Fachleuten und entwickelt die Flächen bereits während und nach der Gewinnung zu wertvollen Lebensräumen weiter. Ehemalige Steinbrüche bieten heute zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume und leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.
Der Tag des Gipses macht damit auf einen Rohstoff aufmerksam, der Versorgungssicherheit, nachhaltiges Bauen und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen miteinander verbindet.
